Besteuerung von Beiträgen

Betriebliche Altersversorgung


Die Beiträge für

  • - Pensionskassen
  • - Direktversicherungen und
  • - Pensionsfonds

sind bis zu bestimmten Höchstgrenzen lohnsteuerpflichtig. In § 3 Nr. 63 EStG ist jedoch geregelt, dass 4 % der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung-West (2017 =  74.400 Euro jährlich bzw. 6.200 Euro monatlich) zuzüglich 1.800 Euro für Neuzusagen steuerfrei bleiben.

Erst die späteren Leistungen unterliegen als sonstige Bezüge der vollen nachgelagerten Besteuerung gemäß § 22 Nr. 5 EstG. Nach vollendung des 64. Lebensjahres kann gegebenenfalls der Altersentlastungsbetrag zur Anwendung kommen (gemäß § 24a EstG). Anstelle der vereinbarten Rente kann auch die vorgesehene Kapitalabfindung gewählt werden. Diese Unterliegt jedoch ebenfalls der vollen Versteuerung.

Werden Beiträge mittels Entgeltumwandlung in die Betriebliche Altersversorgung gezahlt, so kann der Arbeitnehmer verlangen, dass die Voraussetzungen für eine Zulagenförderung ("Riester-Rente") nach den §§ 10a, 82 Abs. 2 EStG erfüllt werden. Dann wird die Finanzierung aus individuell versteuerten Beiträgen geleistet. Mit der Zulagenvörderung bzw. dem gegebenenfalls günstigeren Sonderausgabenabzug wird die Besteuerung jedoch wieder rückgängig gemacht (§ 10a EStG).

Für Direktversicherung- und Pensionskassen-Altzusagen (nicht für Pensionsfonds-Altzusagen) besteht zusätzlich die Möglichkeit der Pauschalbesteuerung von Beiträgen (§ 52 Abs. 52a EStG i. V. mit § 40b EStG a. F.)

Bezüge aus einem Pensonsfonds sind steuerlich schlechter gestellt als die vorherige Betriebsrente aufgrund Direktzusage oder aus Unterstützungskasse. Deshalb gibt es eine vorteilhafte Sonderregelung gem. § 52 Abs. 34c EStG.